DATE: 31. May 2019
TIME: 21:30
VENUE: Alte Oper
RMV Fahrplanauskunft
ALICE MERTON (+ FEE.) 31. May 2019

ALICE MERTON

Debütalbum „MINT“ erscheint am 18. Januar 2019

 

Alice Merton legt mit MINT nun jenes Album vor, das alle übergroßen Erwartungen locker auskontert, weil es ihr Songwriting, ihre Stimme und ihre Geschichten in ein perfektes Licht setzt. Die erste Single No Roots, 7-fach Platin-ausgezeichnet und Nummer-1-Hit in mehreren Ländern weltweit, war ein Start für die deutsch-britische Künstlerin, den niemand wirklich erwartet hatte. Anstatt zu hetzen, nahm sich Alice Merton Zeit für ihre Musik und veröffentlicht nun mit MINT ein Album, auf dem sie sich verschiedensten Erfahrungen der letzten Monate widmet und diese verarbeitet:

Das Thema des Nicht-Ankommens in dieser wild wirbelnden Welt, das No Roots prägte, setzt sich auch in den Lyrics von Homesick fort und wirkt hier schon fast wie ein Gegenmittel zu Heimweh. Der Album-Opener Learn To Live ist eine Kampfansage an die Herausforderungen des Lebens. „I want to learn how to live without the consequences“, ermahnt sie sich, während ein fast rockiges Gitarrenriff, ein tief schiebender Bass und aufpeitschende Drums dem Ganzen Nachdruck verleihen. Aber MINT hat zugleich diese verschmitzten, euphorischen Momente, wenn Alice Merton dem Erwartungsdruck mit breitem Grinsen ins Gesicht springt und in ihrem vielleicht poppigsten Song fragt: „Why So Serious?“ Warum auch? Läuft doch alles super. Lash Out, geschrieben mit Dave Bassett, schlägt in eine ähnliche Kerbe, nur sucht sie hier einen Weg aus den Momenten, die so ernst sind, dass sie am liebsten die Nerven verlieren würde. Selten klang ein musikalischer Wutausbruch so charmant. Die ruhigste und nachdenklichste Nummer auf MINT ist Speak Your Mind - ein Song, in welchem sie ihr Gegenüber auffordert, über die eigenen Gedanken zu sprechen und diese nicht für sich zu behalten. In Funny Business singt Alice Merton über Vertrauen und stellt klar: „I don’t break hearts, I don’t do funny business“. Wie sie dabei Melodie und Stärke in diese eine Zeile packt ist eine große Kunst, für die es Können und Stimme braucht. Produziert hat Alice Merton das Lied mit John Hill, der auch an Portugal. The Mans Hit Feel It Still beteiligt war. Wer Alice Mertons Stimme schon immer in einer klassischen Ballade hören wollte, der kommt bei Honeymoon Heartbreak voll auf seine Kosten und muss feststellen: Es klingt genauso ergreifend, wie man sich das immer ausgemalt hat.

MINT ist nicht nur das Debüt-Album einer vielversprechenden Künstlerin – sondern auch ein Querschnitt durch das Leben einer großartigen Persönlichkeit, die uns mitnimmt auf ihre Reise und diese gleichzeitig auch zu unserer eigenen macht.

 

(Foto-Copyright: Tim Brüning)

 

FEE.

Ihr eigener Hintern: Längst in Dauer-Bewegung. Lange war sie auf
Musik-Pilger-Tour… Straßenmusik, Wohnzimmerkonzerte, WG-Sofakanten,
Studentensuppenküchen, Texte(n) ‚on the road’ – das ganze FEE.-Ding
geht immer vorwärts. Richtung Glück. Heute längst auf größeren Bühnen.
Aber nie gleich mit dem Kopf in den Wolken, aus denen Geld oder ein
Spotify-Stream regnen könnte. Erfolg, JA: zu ihren Konditionen – kein
Fake, kein Schreib-Camp, kein musikalisches Allwetterjäckchen. Und?
Geht!
2018 hatte FEE. ihr erstes Album fertig. Frech, direkt und ehrlich
spielte sich die Frankfurter Singer/Songwriterin mit ihrem Debütalbum
EIN ZIMMER KÜCHE BAD bundesweit auf Tour in die Herzen der Fans
handgemachter Musik und authentischer Texte. Auch im Vorprogramm von
Katie Melua, Milow und Tom Odell nimmt sie die Bühne ein, als gäb’s
keinen anderen Platz für sie. Sich eine Bühne eigen zu machen, genau
ihr Ding! Und dann? Wird Tacheles geredet! Bei FEE werden die Sachen
auf den Punkt gebracht, ohne Wenn und Aber, ohne polierte Hookline.
Ihre Songs: ungestüme Oden ans Leben, skurrile Beobachtungen,
Selbstironie, Schwesternhaftigkeit, alles geht, was von Herzen kommt.
Mal laut, mal leise, mal inbrünstig, mal intim. FEE. geht es um
Ausdruck, Haltung, Freude, auch mal Tränen. Nur bitte: Kein Nörgeln.
Was ist das für eine Haltung? Gar keine, richtig! Da muss mehr gehen,
wenn… ja, wenn der Hintern mitzieht und nicht an der Sofakante in
Grübelpose verweilt…
„Beweg dein Arsch dahin wo du glücklich bist – ganz egal ob das ein

Haus, ‘ne Stadt am Meer oder im Garten ist.“

Mit ihrer neuen Single setzt FEE. deutliche akustische Ausrufezeichen
samt Signatur unter ihre fühlbaren Song-Weisheiten. Die Notwendigkeit,
sich auf die Suche nach dem ehrlichen Ziel unserer Wünsche zu machen,
kann man kaum auffordernder und nachdrücklicher vertonen, als es mit
dieser liebvoll-rotzigen und von der DIY Punkrock-Attitüde in FEE.s

Kopf getragenen 2:40 Nummer gelingt. Letztlich schließt dieser Power-
Song sogar noch eine klaffende Lücke: die der kraftvoll-intelligenten

Songwriter-Musik, die uns gefühlt seit Wir Sind Helden abhanden kam…